ING europe-marathon luxemburg 2009
Mai 24, 2009 Wettkämpfe No Comments
Unser Halbmarathon-Wochenende in Luxemburg begann zunächst einmal mit einer vom Navi unterstützten Anreise. Bereits kurz nach Reiseantritt dachten wir an die Vorbereitung und den bevorstehenden Kohlenhydrat-Verbrauch, wodurch wir uns spontan dazu entschlossen, das Essen einer berühmt berüchtigten Fast Food-Kette in Anspruch zu nehmen.
Nach Aufnahme der für einen Halbmarathon unerlässlichen Kohlenhydrate (und Fette) ging die Reise zügig weiter, quer durch Frankreich, um nach ca. 3 Stunden das Großherzogtum Luxemburg in Augenschein zu nehmen.
Das Auffinden unserer Unterkunft (eine nahmhaften Hotelkette mit reichen und berühmten und nicht unschönen Erbinnen) gestaltete sich aufgrund überaus überschaubaren Lage - auf dem Gipfel eines Hügels - und mit Unterstützung der Navigationstechnik relativ einfach. Dem problemlosen und in englischer Sprache geführten Check-in folgte das Beziehen unserer durchaus als geräumig zu bezeichnenden Zimmers.
Anschließend suchten wir - wieder mit Navi-Unterstützung - das Centre National Sportif & Culturel, wo die Startunterlagen zur Abholung bereit lagen. Bereits bei der Anfahrt zum Centre stellte sich heraus, dass es sich wohl nicht ganz um einen - wie von uns angenommen - eher flach verlaufenden Halbmarathon handeln würde, da wir, wie auch schon zum Hotel, einer deftige Steigung mit dem Fahrzeug hinaufkrakseln durften. Mit den Startunterlagen erhielten wir auch einen Pasta- und Getränkegutschein, welchen wir selbstverständlich sofort einlösten. Nach dem Abendmahl erkundeten wir die Stadt und beglückten unser Hotelzimmer danach noch ein wenig mit unserer Anwesenheit.
Am nächsten Morgen stand zunächst einmal ein herzhaftes Frühstück auf der Tagesordnung. Nach dem Ingangsetzen und Ankurbeln des Verdauungsvorgangs mussten wir uns auch schon bald wieder mit gefülltem Magen in die Stadt und auf die Suche nach Nudeln begeben. Beides schlossen wir erfolgreich ab, jedoch konnte der Pastateller von beiden Athleten nicht vollständig vernichtet, geschweige denn genossen werden. Nach erfolgter Nahrungsaufnahme fuhren wir ins Hotel zurück, wo wir uns in die Dienstkleidung warfen und isotonische Getränke zu uns nahmen, wonach wir uns wieder Richtung Centre National Sportif & Culturel bewegten, um uns langsam aber sicher in die Startaufstellung einzureihen.
Nachdem die Schuhe nochmals richtig gebunden und die Muskeln leicht gedehnt wurden, ging es auch schon los auf die 21 km. Zunächst führte uns die Strecke (Streckenverlauf herunterladen) auf einer breiten Straße in Richtung eines Wohngebietes, wo es gleich galt, eine unerwartete Steigung in Angriff zu nehmen. Hier bestätigte sich die Befürchtung des Vortages, dass es alles andere als ein flacher Halbmarathon werden würde (Höhenprofil herunterladen).
Die erste Verpflegungsstelle bei Kilometer 5 wurde souverän ausgelassen, jedoch die weiteren Möglichkeiten in Abständen von etwa 2,5 km fast regelmäßig in Anspruch genommen. Hier zeigte sich allerdings zum wiederholten Male unserer Schwachpunkt: Das Trinken während des Rennens!
So landete regelmäßig mehr Flüssigkeit auf der Dienstkleidung als im nach Wasser dürstendem Sprech-, Ess- und Trinkorgan.
Nach ca. 9 km rannten wir auf einer sehr sehr langen Geraden von der “Oberstadt” in die “Unterstadt”, hindurch zwischen zwei imposanten und wunderschönen Hochhäusern. Generell muss an dieser Stelle erwähnt werden, dass dieser Halbmarathon der in unserer langen langen langen Karriere best organisierteste und schönste, mit den meisten Eindrücken bestückteste, Halbmarathon ist! Nach der langen Geraden passierten wir teilweise enge und mit Pflastersteinen gekennzeichnete Wege, mussten aufgrund des enormen Menschenaufkommens und des dadurch entstandenen Spaliers teilweise hintereinander rennen und durchquerten schlussendlich noch einen Park, bevor es dann zum Schlussanstieg hinauf nach Alpe d’Huez ähm ins Ziel ging.
Dabei verloren wir nie unser Ziel aus den Augen: Den Halbmarathon unter 2 Stunden zu laufen. Wir legten einen Gang zu, rannten mehr als 5 km mit einem Schnitt unter 5 Minuten, mussten dann aber auf den letzten beiden Kilometern hinauf ins Ziel Tribut zollen.
Recht gut ausgepowert und etwas kraftlos stolzierten wir dann in den Zielbereich. Dieser war - entgegen unseren bisherigen Erfahrungen - in einer Halle, sozusagen ein Stadioneinlauf. Die Halle war abgedunkelt, es kam Partymucke aus den Boxen und der Hallensprecher motivierte uns zu einem Minischlussspurt mit Siegerpose. Während des leider viel zu kurzen Moments in der Halle konnten wir leider nicht sämtliche der vielen Eindrücke aufnehmen - von Feuer über Glitzerpapierchen bis hin zu Cherleadern war alles dabei! Mit einer Zeit von etwas mehr als 2 Stunden und 3 Minuten schlossen wir den Halbmarathon erfolgreich ab (und in unser Herz). Nach den ersten Verschnaufern, dem sich Zurechtfinden und den ersten Trinkversuchen, standen wir sicherlich 15 Minuten mit großen Augen in der Halle und bewunderten, was wir eben durchjoggt hatten! Die statistischen Werte sind unter Wettkämpfe einsehbar.
Alles in allem war das ein sensationeller Halbmarathon. Wir sind bereits jetzt schon an der Planung für einen weiteren Halbmarathon dieses Jahr und auch an der Organisation der Teilnahme für den ING europe-marathon in Luxemburg 2010!

